Startseite
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
  Abonnieren

   ballkleider
   abendkleider


http://myblog.de/zoinb

Gratis bloggen bei
myblog.de





Ist Greta Garbo wieder da?

Ja, läuft denn Greta Garbo für Bottega Veneta? Das Bild von Vittorio Zunino Celotto legt die Vermutung nahe. Seine ikonographischen Fotos von der Mailänder Modewoche wirken wie Momentaufnahmen einer vergangenen Zeit. Dabei leben Modefotografen und Laufstegfotografen wie er, der seit fünf Jahren für die Agentur Getty arbeitet,  in unterschiedlichen Welten: Zwar fotografieren beide die Mode, begegnen sich in unseren irdischen Sphären aber nur selten. Modefotografen, das sind große Namen wie Richard Avedon, Steven Meisel oder Helmut Newton, die mit ihrer Hasselblad Bilder für die Ewigkeit schaffen.

Laufstegfotografen, das sind oft Menschen ohne Namen, vergangene Woche in Guatemala, heute bei Dolce & Gabbana. Eine vier Hundertstel Sekunde für den ganzen Look, eine fünf Hundertstel für Close-ups von Taschen und Schuhen. Blende 2.8, Brennweite 200, 300, 400 Millimeter, Fotos im Sekundentakt für die Content-Produzenten, die vor allem schnelles Klickwerk für die Online-Seiten liefern. Vittorio Celotto schafft es, inmitten des Pulks aus 100 Konkurrenten, so etwas wie Intimität herzustellen, zwischen ihm und dem Model. So entsteht bei Bottega Veneta, dessen Kreativdirektor Tomas Maier es immer wieder gelingt, die dreißiger und vierziger Jahre in die Gegenwart zu holen, der Eindruck, Andreea  Diaconu sei nicht von dieser Welt.



Oder Dolce & Gabbana: Inszenierte byzantinische Mosaik-Kunst verwandelt Celotto in das Porträt einer geheimnisvoll lächelnden Herrscherin. Und von Georgia May Jagger, die für Cavalli läuft, schafft er ein lethargisch wirkendes Seelenporträt. Das Holga-Objektiv schluckt sämtliches Beiwerk, auch das rubinrote Kleid. „Ich überlege vor der Schau, welche Bilder ich mit dem Licht und der Szenerie einfangen kann“, sagt Celotto. Sein Lieblingsfotograf ist Peter Lindbergh. „Jedes seiner Bilder ist ein Meisterstück, und doch wirken sie alle so natürlich.“

Celotto fotografiert mit einer Canon EOS 1D, konvertiert die Bilder dann in Schwarz-Weiß, zieht den Kontrast nach oben und legt einen Filter auf das Bild. Ist das noch legitim, oder folgt die Instagrammisierung der Pressefotografie auf dem Fuße? In der Tat verarbeitet Celotto manche Bilder mit Instagram, die abgebildeten Porträts aber sind durch Objektiv-Arbeit und Photoshop entstanden. „Ich mag es, auch mal kreativ zu sein.“ Den Laufsteg muss er trotzdem machen, für die User, die nach der Schau im Netz die Looks sichten wollen. Anschnitt und Farben kann er dafür verändern, mehr nicht, denn Pressefotografen sind der Wahrhaftigkeit verpflichtet. Auch wenn Celotto Mode fotografiert: Modefotograf ist er eben nicht.

20.3.16 15:24
 
Letzte Einträge: Flirt-Knigge: 5 Anzeichen, dass er dich wirklich gut findet!, Marry Me: Die 11 schönsten Hochzeitsblogs, Eine Tochter aus gutem Hause, Diese coole Frisur von Julianne Hough kriegt jeder hin, 5 Geheimtipps: So wachsen deine Haare schneller


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung